Die Studie basiert auf einem mehrschichtigen qualitativen Forschungsdesign, das visuelle, narrative und emotionale Ebenen digitaler religiöser Kommunikation systematisch untersucht.
Analyse von TikTok-, Instagram- und YouTube-Inhalten religiöser Influencer:innen. Untersucht werden Bildsprache, Ästhetik, Kleidungscodes, Symbolik, Lichtsetzung und visuelle Inszenierung, um zu verstehen, wie Weiblichkeitsbilder ästhetisch und emotional vermittelt werden.
Herausarbeiten wiederkehrender Erzählstrukturen wie „die gläubige Mutter“, „die sittsame Schwester“, „die gefallene und zurückkehrende Frau“. Vergleich mit alternativen, inklusiveren Rollenmodellen, um normative Muster sichtbar zu machen.
Gespräche mit 16–30-jährigen Musliminnen in Österreich, um subjektive Erfahrungen, Ambivalenzen, emotionale Reaktionen und Spannungen zwischen digitalen Narrativen, Religion, Familie und gesellschaftlicher Teilhabe zu verstehen.
Kleine digitale Ethnografien: Analyse von Kommentarspalten, Duetten, Reactions und Mikro-Communities. Zeigt, wie religiöse Deutungen von Nutzer:innen aufgenommen, verstärkt oder herausgefordert werden.
Die Auswertung erfolgt nach etablierten qualitativen Methoden:
Dieser methodische Dreiklang ermöglicht ein tiefes Verständnis der Frage, wie religiöse Online-Narrative die Selbstbilder, Werte und Lebensentwürfe junger Musliminnen prägen.
Das Studiendesign verbindet strukturelle, visuelle und subjektive Ebenen zu einem kohärenten Forschungsrahmen.